Schweizerische Landesausstellung EXPO2027

twenty-six red spots, Wettbewerbsbeitrag. 2014

VERFAHREN
Offener zweistufiger Konzeptwettbewerb, 2014
Auslober: Regierungen der Kantone Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen und Thurgau

VERFASSER
Architekt: Fawad Kazi Architekt GmbH, Zürich
Landschaftsarchitekt: vetschpartner Landschaftsarchitekten AG, Zürich

TEAM
Fawad Kazi Architekt GmbH:
Fawad Kazi, Josephine Kutschbach

AUFGABENSTELLUNG
Die Ostschweiz will Gastgeberin der nächsten Schweizer Landesausstellung werden. Im Jahr 2027 soll der festliche Grossanlass stattfinden – in einer vielfältigen, lebendigen Region, bestimmt durch voralpine Landschaftsräume wie Bodensee, Rhein und Säntis, aber auch durch eine komplexe und im Wesentlichen dezentrale Siedlungsstruktur. Diese Gegend wird dann für einige Monate das Zentrum der Schweiz sein, einladend und voller Überraschungen; sie hat sich darauf vorzubereiten und die dafür notwendigen Vorkehrungen zu treffen.

Die geplante Expo2027 reiht sich ein in die lange Tradition der bislang sechs Schweizer Landesausstellungen. Diese Tradition bestimmt die öffentliche Wahrnehmung jeder weiteren Ausgabe einer Landesausstellung. Zugleich aber besteht der Anspruch, Geschichte eigenständig zu deuten, die Schweiz der Gegenwart zu vermessen und auf die Zukunft hin fortzuschreiben. Die Ostschweiz will eine Landesausstellung ausrichten, die der Schweiz des 21. Jahrhunderts gerecht wird. (Wettbewerbsprogramm Konzeptwettbewerb Expo2027 (Auszug), 2014)

FOTOS
Fawad Kazi Architekt GmbH

BESCHREIBUNG

twenty-six red spots

Um die Vielfalt der Region der Expo2027 aufzuzeigen, werden auf der Landeskarte 26 Standorte bestimmt, die sogenannten Gastgeberorte. Diese befinden sich jeweils im oder nahe dem Fadenkreuz des Koordinatenrasters und sind regelmässig über die gesamte Expo-Region verteilt.

Wir packen unsere Koffer und fahren zur Expo2027, da wir die Ostschweiz nun endlich mal kennen lernen möchten.

Jedem Gastgeberort wird ein Gastkanton zugewiesen. So trifft beispielsweise Wil auf den Kanton Tessin, Romanshorn auf den Kanton Waadt oder Urnäsch auf den Kanton Solothurn.

Auf der Landkarte wählen wir aus den 26 Orten zufällig drei aus, welche wir an einem Tag besuchen werden. Es soll offenbar eine Art Experiment sein.

An den Gastgeberorten sollen Pavillons errichtet und bespielt werden. Die unterschiedlichen, spezifischen Qualitäten der einzelnen Orte sollen dabei gemeinsam mit dem Gastkanton herausgeschält und thematisiert werden.

Wir entdecken bei genauem Hinsehen äusserst Überraschendes während der Wanderung von Romanshorn nach Amriswil. Wirklich verblüffend, dieser Thurgau.

Es gibt keine eigentlichen Höhepunkte. Alle ausgewählten Orte sollen gleich behandelt werden. In der Kombination von Pavillon und dessen Programmierung durch Gastgeberort und Gastkanton resultieren 26 individuelle Ausstellungsorte.

Uns hat’s gepackt. Um alle diese 26 „red spots“ erleben zu können, haben wir kurzerhand beschlossen, grad eine Woche an der Expo zu bleiben.

Nebst den eigentlichen Standorten sind die Wege dazwischen von zentraler Bedeutung. Der kürzeste Abstand von Ort zu Ort beträgt dabei 10 km. So können die einzelnen Standorte auch zu Fuss oder mit dem Velo besucht werden.

Wir sind erstaunt, wie stark sich das Tessin und Wil doch gleichen. Die Probleme sind demnach dieselben.

Durch die dezentrale Lage der einzelnen Ausstellungsorte kann die bestehende Infrastruktur die zu erwartenden Logistikanforderungen bewerkstelligen. Fallweise werden neue oder ergänzende Infrastrukturen erstellt.

Wir suchen uns in Urnäsch ein Zimmer, da wir hier zwei zusätzliche Tage bleiben werden. Frische Milch schmeckt halt doch herrlich.

Die Pavillons können nach der Expo2027 weiters betrieben werden. Auch sind die neu erstellten Infrastrukturen von bleibendem Wert für die Region.

In unsere Koffer haben wir vielfältige Eindrücke einer neu entdeckten Region gepackt. Diese nehmen wir gerne mit nach Hause.

Die Expo2027 ist die Kumulation aller 26 Standorte und ihrer Wege dazwischen.

Bis zum nächsten Mal…

Schweizerische Landesausstellungen:
1883 – Zürich
1896 – Genf
1914 – Bern
1939 – Zürich
1964 – Lausanne
2002 – Biel, Neuenburg, Yverdon, Murten
2027 – 26 Standorte / twenty-six red spots
26 Gastkantone
Wir suchen uns in Urnäsch ein Zimmer, da wir hier zwei zusätzliche Tage bleiben werden. Frische Milch schmeckt halt doch herrlich.
Wir sind erstaunt, wie stark sich das Tessin und Wil doch gleichen. Die Probleme sind demnach dieselben.
Wegenetz
Topografie
Wir entdecken bei genauem Hinsehen äusserst Überraschendes während der Wanderung von Romanshorn nach Amriswil. Wirklich verblüffend, dieser Thurgau.

Fawad Kazi Architekt GmbH
Langstrasse 14
8004 Zürich
Switzerland