Biozentrum Basel

Neubauten Campus Schällemätteli, Wettbewerbsbeitrag. 2009

VERFAHREN
Projektwettbewerb im selektiven Verfahren, 2009
Auslober: Hochbau- und Planungsamt Basel-Stadt

VERFASSER
Architekt: Fawad Kazi Architekt GmbH, Zürich
Gesamtleiter: Hämmerle + Partner GmbH, Zürich
Bauingenieur: Bänziger Partner AG, Buchs SG
Gebäudetechnik: Amstein + Walthert AG, Zürich
Laborplanung: PGMM Schweiz AG, Winterthur
Lichtplanung: Amstein + Walthert AG, Zürich
Brandschutz: Amstein + Walthert AG, Zürich

TEAM
Fawad Kazi Architekt GmbH:
Fawad Kazi, Benedikt Jäger, Tommaso Passalacqua, Fabian Markel

FOTOS
Fawad Kazi Architekt GmbH, Yves Kubli

BESCHREIBUNG
Das Baufeld 1 markiert die Mitte des Campus Schällemätteli. Gleichzeitig ist dieses Bestandteil eines übergeordneten Grünzugs, welcher den Petersplatz mit dem St.Johannspark verbindet. Die Ausbildung des Neubaus Life Sciences als Ensemble dreier Solitärbauten versucht auf diese städtebauliche Ausgangslage zu reagieren, indem der räumliche Schwerpunkt des Areals gefasst, jedoch nicht besetzt wird. Die programmatisch differenzierten Bauten – Hörsaalgebäude mit Cafeteria und Bibliothek sowie das zeichengebende Laborhochhaus (Biozentrum) – nehmen dabei in ihrer Setzung und Volumetrie Bezug auf den amerikanischen Campus wie auch auf die traditionelle Konstellation von Sakralbau und Campanile in Italien. Das Unirechenzentrum als drittes Gebäude komplettiert die Gebäudegruppe und ergänzt dabei die bislang geschlossene nördliche Sockelfassade des bestehenden Pharmazentrums. Der neu entstehende, zentrale Aussenraum wird mit Robinien bepflanzt. Des Weiteren zieht sich ein Steinbelag durch den gesamten Neubaukomplex sowie die erdgeschossige Anbindung zum Pharmazentrum und definiert Fussgänger- und Veloverbindungen innerhalb der Campusanlage. Nebst dem unterirdischen Veloparking befinden sich entsprechende Stellplätze an den Rändern des Life Sciences Ensembles.

Hörsaalgebäude
Im zentral gelegenen Hörsaalgebäude befindet sich erdgeschossig die Cafeteria, welche sich gleichzeitig zur Spitalstrasse wie auch zum Campus orientiert. Die Hörsäle liegen im ersten Obergeschoss. Die Fachbibliothek wie auch der obere Zugang zum grossen Hörsaal befinden sich im zweiten Obergeschoss.

Laborhochhaus
Die Unterrichts- und Praktikaräume liegen in den beiden Sockelgeschossen des Laborhochhauses (Biozentrum). Darüber erheben sich die Labor- und Büroregelgeschosse sowie abschliessend das Technikgeschoss. Die offene Struktur mit den beiden Erschliessungskernen an der Peripherie ermöglicht jegliche denkbare Organisation der Labor-, Büro und Nebenräume. Umnutzungen können jederzeit individuell vorgenommen werden. Waren- und Personenströme werden getrennt auf die Etagen geführt. Räume mit Spezialnutzung (Isotopenlabor, Tierräume, NMR) sind zentral in den Untergeschossen angeordnet und aus allen Etagen schnell erreichbar.

Unirechenzentrum
Die drei oberirdischen Geschosse des Unirechenzentrums beherbergen die Büros, die drei unterirdischen die Rechnerräume.

Fassaden
Die Fassade des Hörsaalgebäudes besteht aus Metallfenstern. Die eigentlichen Hörsäle werden mit einer vorgehängten transluzenten Verkleidung aus dünn geschnittenem Naturstein versehen, welche tagsüber einen diffusen Lichteinfall, nachts ein Leuchten gegen aussen erzeugen. Die Fassaden des Laborhochhauses und des Unirechenzentrums bestehen aus Aluminiumfenstern, partiell mit integriertem Steinfurnier. Die Absturzsicherung der Fluchtbalkone wird mit Metallgittern verschiedener Ausprägung und Maschenweite gewährleistet, welche das Erscheinungsbild des Laborhochhauses variieren lassen.

Fawad Kazi Architekt GmbH
Langstrasse 14
8004 Zürich
Switzerland